Kammmuscheln (Pecten) heißen die Arten eines Geschlechts ansehnlicher Muscheln mit fächerförmigen gerippten Schalen, die am Vereinigungspunkte flügelartige seitliche Verbreiterungen haben. Die Schalen sind entweder gleich oder eine ist gewölbt, die andere (die rechte) abgeflacht. Etwa 200 lebende kommen in allen Meeren vor; fossil finden sie sich vom Silur an und erreichen ihre Maxrimalentwickelung in der Kreide. Bekannt ist die Pilger- oder Jakobsmuschel (P. Jacobaeus), deren Schalen von Pilgern als Trinkgeschirr am Hut oder Mantel getragen wurden. Dieselben dienen auch dazu, um in ihnen Ragout u. dgl. zu servieren.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 55Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei