FeedKano
ErdkundeBrockhaus 1882

Kano, afrik. Landschaft im mittlern Sudän, Provinz des Reichs Sokoto, ein fruchtbares Land mit mehr als 200 000 freien Bewohnern und ebenso vielen Sklaven. Die Hauptstadt Kano, mit 30 000 C., treibt bedeutenden Handel und fabriziert die blauen, baumwollenen sog. Sudänstoffe, welche in Menge ausgeführt werden, jährlich wohl an 1500 Kamelladungen, welche nach Timbuktu, Mursuk, Ghat, Tripolis u. s. w. gehen; ebenso werden sehr geschmackvolle Schuhe und Sandalen, Dolche, Waffen u. s. w. verhandelt. Der Markt ist reichlich versehen mit Sklaven, Goldstaub, Elfenbein, Salz, Natron, Indigo, Baumwolle und Lederwaren. Vom Januar bis zum April, wenn die Karawanen aus allen Teilen des Sudän ankommen, steigt die Zahl der Bevölkerung auf das Doppelte. anobus, altägypt. Stadt, s. Kanopus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 66Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 1

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6