Kanthölzer nennt man im Gegensatz zu den (unbearbeiteten) Rundhölzern alle im Querschnitt rechteckig oder quadratisch behauenen oder geschnittenen Baustämme, selbst wenn ihre Kanten nicht scharf, sondern zum Teil verbrochen oder baumkantig, d. h. von der natürlichen Rundung des ursprünglichen Stammes begrenzt sind. Gewöhnlich ist die Baumkante bis zum vierten Teil der Gesamtstärke des Stammes statthaft.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 74Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei