Kappeln, Stadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, auf der Landseite vom Kreise Flensburg enklaviert, aber zum Kreise Schleswig gehörig, an der Schlei, 7 Km von der Mündung derselben, liegt auf einem hohen Ufer in einer romantischen Gegend der Landschaft Angeln (s. d.), ist Sitz eines Amtsgerichts, hat eine Badeanstalt und eine Ackerbauschule und zählt (1880) 2681 E. Haupterwerbszweige sind Schiffahrt und Fischerei, namentlich Heringsfang; die hier geräucherten Heringe, sog. Kappeler Bücklinge, werden in großer Menge weithin versandt. K. hat seinen Namen von einer schon 1357 erwähnten Wallfahrtskapelle, und erhielt 1846 eine Fleckenordnung, wodurch Handel und städtische Gewerbe freigegeben wurden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 91Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei