Homberg, Kreisstadt in der preuß. Provi Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, IKm tlich von Borken, auf einer 2 nhöhe unweit der Efze gelegen, Station der Linie Treysa-Leinefelde der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat ein evang. Schullehrerseminar (1835 von Kassel hierher verlegt), mit dem seit 1874 eine Taubstummenanstalt verbunden ist, und zählt (1880) 3551 meist prot. E., welche Fabriken für landwirtschaftliche Geräte und Nähmaschinen unterhalten. Über der Stadt hiet auf einem Basaltkegel eine Burgruine. In H. hielt 1526 der Landgraf Philipp der Großmütige die erste evang. Landessynode in Deutschland. Der Kreis Homberg umfaßt ein Areal von 321 qkm mit (1880 22610 meist prot. E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 369Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei