Katarakt (frz. cataraete, engl. cataract), eine Vorrichtung zur Steuerung von Dampfmaschinen, durch welche die Leistung der Maschine derart geregelt wird, daß der Dampf⸗, mithin auch der Brennstoffverbrauch genau im Verhältnis zu der . verrichtenden Arbeit zu-oder abnimmt. Besoners die Wasserhaltungsmaschinen der Bergwerke sind mit K. ausgestattet, um die Förderung mit den wechselnden Wasserzuflüssen in Übereinstimmung zu bringen. Hier besteht der K. aus einer kleinen Wasserpumpe, deren Kolben von der Hauptmaschine beim Niedergang mitgenommen wird, wobei er Wasser in seinen Cylinder saugt. Der Kataraktkolben ist beschwert und strebt, das Wasser durch ein stellbares Ventil herauszudrücken, wobei er sinkt und in der tiefsten Lage ein Gestänge mitnimmt, durch welches die neue Dampfeinströmung in die Hauptmaschine eröffnet wird. Indem der Austritt des Wassers aus dem K., durch das stellbare Ventil reguliert, schneller oder langsamer erfolgt, ist die Pause zwischen einem Hub und dem andern länger oder kürzer. Der für den beschriebenen Apparat ganz unpassende Name ist einer ältern, dem gleichen Zweck dienenden Vorrichtung entnommen. Dieselbe bestand in einem Gefäß, das durch einen nach Bedarf schnellern oder langsamern Wasserzufluß gefüllt wurde und, voll gelaufen, jedesmal umkippte, um hierbei die Steuerung der Dampfmaschine auf Einlaß zu stellen.