Kemenate (auch Kemnad), ein mittelhochdeutsches Wort (entstanden aus dem althochdeutschen cheminäta, mittellat. caminata [scil. camera], d. i. Zimmer mit einem Kamin), welches von einigen neuern Dichtern, wie Goethe, Lenau u. a., wieder aufgenommen worden ist; es bezeichnet zunächst das heizbare Wohnzimmer, dann auch das gewöhnliche Wohnhaus gegenüber dem alten Hauptteil der Burg, dem (meist unheizbaren) Saal: im besondern auch ein Frauengemach, Schlafzimmer, Krankenzimmer u. s. w.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 230Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei