Kemeny (Sigmund, Baron von), ungar. Dichter und Publizist, geb. 1816 in Magyar-Kapud in Siebenbürgen, studierte in Zalathna und Nagy-Enyed die Rechte, wirkte 1837—39 in Marosväasarhely als Rechtspraktikant und redigierte seit 1840 das Organ der siebenbürg. Opposition (&Erdélyi Hirado), deren Führer er auf dem neueröffneten siebenbürg. Landtage wurde. sr J. 1842 zog er sich auf sein Gut zurück und schrieb den Roman 4Gyulai Päb (Paul Gyulaih, Pest 1846). Ende 1848 kam er nach Pest, wo er Mitarbeiter des Pesti Hirlapo wurde. Im J. 1848 war er Mitglied der ungar. Nationalversammlung und schrieb nach der Katastrophe von Vilägos zwei Flugschriften: «Forradalom utän (Nach der Revolutiono, Pest w1850) und Még egy s26 a forradalom utünd (Noch ein Wort nach der Revolutiond, Pest 1851) und die zwei meisterhaften Charakterbilder der beiden Grafen Wesselenyi und des Grafen Stephan Szechenyi (Pest 1850). Im J. 1851 übernahm er die Redaction des Pesti Naplo, des Organs der Deäkpartei, und wirkte für einen friedlichen Ausgleich mit Österreich. mißt, sind unter C aufzusuchen. Nach 1867 trat er in den Reichstag und starb 22. Dez. 1875 auf seinem Gute Pußta-Kamaras in Siebenbürgen. Seine bedeutendsten Romane sind: „A SVio örvényein (Die Abgründe des Herzenso, 1851), (Férj és nöy (Mann und Weibo, 1854; 2. Aufl. 1878), Ozvegy és leänya (Die Witwe und ihre Tochterv, 1856), ord idôy (3 Bde., 1857; 2. Aufl. 1883; deutsch: „Wilde Zeito, 2 Bde., 1859) u. 4. Meisterhaft sind seine «Studienv(2 Bde., 1870).