FeedKendal oder Kirkby-Kendal
ErdkundeBrockhaus 1882

Kendal oder Kirkby-Kendal, Stadt in der engl. Grafschaft Westmoreland, malerisch gelegen im anmutigen Thale des Ken oder Kent, 64 EKm sudlich von Carlisle, unfern des Meeres, mit (1881) 13696 C. Flamländer haben im 14. Jahrh. unter Eduard III. die Wollverarbeitung hier eingeführt. Die Stadt fertigt auch Stiefel und Schuhe durch Maschinen, Karden für Wolle und Baumwolle, Ackerbau- und andere Maschinen, Papier, Schießpulver, auch wichtige Marmorarbeiten, und handelt mit Korn, Pferden und Rindern. Ein Teil der got. Trinitykirche stammt von etwa 1200, sie hat fünf Schiffe. K. hat ein mechan. Institut, Museum, Handelskammer, Hospital, Mädchenwaisenhaus, zahlreiche gute Schulen. Auf einem —. — im Osten steht die Ruine des Kendalkastells. eneh oder Kenneh, Stadt in Oberägypten, das Känopolis der Alten, mit 15000 E., rechts am Nil, ist Hauptort einer Provinz oder Mudiriye, und fertigt die besten porösen thönernen Wassergefäße oder Kulle. Durch das nach Osten zum Meere führende Thal Hammamat, d. h. Bäder, gehen die Karawanen nach Kossér. Der Ort ist auch bekannt durch seine Datteln und seine Tänzerinnen oder Ghawäzis. Etwas stromabwärts von K. liegt auf dem linken Ufer des Nils Dendera (s. d.). — Die Provinz Keneh zählt auf 89075 gkm 310275 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 232Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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