Kinn (mentum), der unterhalb des Mundes befindliche Teil des Gesichts, welcher von einem Vorsprunge des Unterkieferknochens gebildet und beim Manne, insbesondere der kaukas. Rasse, mit mehr oder minder reichlichem Bartwuchs bedeckt ist. Ein doppeltes (gespaltenes) K. entsteht dadurch, daß die Haut in der Mittellinie straffer an den Knochen angeheftet ist, was bei einigem Fettreichtum stärker hervortritt. Das Unterkinn wird nur durch Fettanhäufung hervorgebracht. fer (s. d.). Kinnbackenkrampf, s. Mundklemme.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 282Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei