Kischinew (rumänisch Kischlanou), Hauptstadt der russ. Provinz Bessarabien (s. d.), ist, seitdem es unter russ. Hoheit steht (1812), sehr im Aufblühen begriffen und zählt bereits (1882) 112 137 E. (gegen 42613 im J. 1849). Die Stadt liegt am Byk, einem rechtsseitigen Nebenflusse des Dnjestr, über drei Berge ausgebreitet, ist Station der Linie Rasdelnaja-Pruth der Russischen Südwesthahn und „zerfällt in die obere oder neue Stadt und die untere oder Altstadt. Sie ist der Sitz des Gouverneurs von Bessarabien, des Erzbischofs von K. und Chotin, sowie mehrerer Verwaltungsstellen und hat einen schönen kaiserl. Garten, drei prächtige, mit Marmorbassins Lerlliche Springbrunnen aus der Türkenzeit, ein geistliches Seminar, eine geistliche Schule, eine Gartenbauschule, ein Gymnasium, zwei Kreisschulen, zwei jüd. Schulen, eine Kinderbewahr⸗ „anstalt, zwei Hospitäler, 18 griech. Kirchen und mehrere Synagogen. Die Bevölkerung, aus Russen, eKosaken, Polen, Juden, Moldauern, Griechen, Bulgaren, Armeniern, Zigeunern und Fremden, besonders Deutschen und Italienern, zusammen3gesetzt, unterhält eine große abrikthätigkeit und 9treibt einen ansehnlichen Handel mit Weizen, Wolle, Tabak u. s. w. Nakhud oder Khusk-i-Nakhud, „afghan. Stadt an der von Kandahar nach Girischk und weiter nach Herat führenden Straße, unweit rfrechts vom Flusse Argand-ab, wurde geschichtlich 9Inamhaft durch die Schlacht vom 27. Juli 1880, in rwelcher Ejub Chan die Briten unter General Burrow vollständig schlug. rmißt, sind unter C aufzusuchen.