Kirschlorbeer heißt eine zur Gattung Prunus gehörige Art, welche im System den Namen Lorbeerkirsche (Prunus Laurocerasus L.) führt und — durch immergrüne, lederige, länglich-⸗lanzettörmige, gesägte Blätter und achselständige, aufrechte Blütentrauben auszeichnet. Obschon der K. aus Asien stammt, so ist er doch jetzt im ganzen südl. Europa verwildert und hält auch im südl. Deutschland und in Tirol den Winter im Freien aus, gegen welchen er aber bei uns, wo er oft als Zierstrauch in Gärten kultiviert wird, mit schützender Bedeckung versehen werden muß. Die Vermehrung geschieht durch Stecklinge. Die Blätter, welche nach bittern Mandeln riechen und schmecken, enthalten auch dasselbe blausäurehaltige, ätherische Ol wie diese in reichlicher Menge; das mit ihnen destillierte Wasser (s. Kirschlorbeerwasser) war früher offizinell. In den Ländern, wo der K. häufig vorkommt, pflegt man mit den Blättern fast täglich Milchspeisen, Brühen u. s. w. zu würzen.