Kladderadatsch, ein in Norddeutschland gebräuchlicher Ausruf, um einen mit krachendem, klirrendem Zerbrechen verbundenen Fall zu bezeichnen, auch substantivisch gebraucht in der Wendung: einen K. machen. Besonders bekannt ist K. als der Titel eines seit Frühjahr w1848 in Berlin erscheinenden humoristisch-satirischen Wochenblattes, welches namentlich das Gebiet der polit. Satire in Vers, Prosa und Bild kultiviert.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 316Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei