Klappen (Valvulae), in der Anatomie faltenartige Verdoppelungen gewisser innerer Häute zur Regelung des Blutstroms; hierher gehören die wagentaschenförmigen K. der Lymphgefäße (s. d.), der Venen (s. d.), der großen Feuia K. am Herzen, sowie die zwei⸗ und dreizipfelige K. im linken und rechten Herzen. (S. unter 1 erz, Bd. IX, S. 167d.) Ebenso befinden sich im Verdauungsapparat einzelne faltenartige K., welche die Fortbewegung des Darminhalts nur nach einer gewissen wischen o hin gestatten, wie die Pförtnerklappe zwischen dem Magen und Zwölffingerdarm (. unter Magen) und die Bauhinsche oder Blinddarmklappe zwischen dem Dünndarm und dem Dickdarm. (S. unter Darm, Bd. IV, S. 8850.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 320Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei