Kollenchym nennt man in der Pflanzenhistiologie ein Gewebe, dessen Zellen meist langgestreckt sind und an beiden Enden spitz zulaufen und bei ßbt, sind unter C aufzusuchen. denen die Längswände vorzugsweise in den Ecken, nicht aber in der Mitte Verdickungen zeigen. Das K. bildet einen Bestandteil des mechan. Gewebes, d. h. desjenigen, welches als das Skelett der Pflanze zu betrachten ist. Es dient dazu, den noch jungen und stark in die Länge wachsenden Pflanzenteilen die nötige Biegungsfestigkeit zu verleihen; es findet sich deshalb hauptsächlich in der Rinde und zwar gewöhnlich direkt unter der Epidermis entweder in — von Strängen oder von Ringen. Sind die Stengel kantig, so liegt das K. in den nach außen vorspringenden Leisten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 411Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei