Korkzieher (frz. tire-bouchon, engl. corkscrew), ein zur Entfernung der Korke aus Flaschen dienendes Instrument, welches meist aus einer flach gedrehten Schraube mit Handgriff besteht. Neuerlich hat man auch K., bei welchen der Kork von mehrern Federn erfaßt und gehalten wird. Eine besondere Art der K. sind diejenigen, welche dazu dienen, in das Innere der Flasche hineingedrückte Korke zu entfernen; dieselben bestehen aus drei einzelnen an ihren Enden umgebogenen Drähten, welche, nachdem sie den Kork erfaßt, durch einen übergeschobenen Ring um den Kork zusammengepreßt werden. örlin, Stadt in der preuß. Provinz Pommern, Regierungsbezirk Köslin, Kreis Kolberg-K., am Einflusse der Radü und des Krummwassers in die Persante, Station der Linie Belgard⸗-Kolberg der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Amtsgerichts, zählt (1880) 3031 E. und hat Wollspinnerei und Weberei, Leinweberei, Färberei, Bierbrauerei, Metallgießerei und Dampfschneidemühle. K. kam schon 1240 an das Bistum Kammin und ward später Sitz der Bischöfe, welche in dem Schlosse residierten, das vordem ein 1394 gegründetes Kartäuserkloster war. An Stelle desselben ließ 1724 Friedrich Wilhelm IJ. hier für sich ein Haus erbauen, das aber nicht mehr vorhanden ist.