Krailsheim, Stadt in Württemberg, Jagstkreis, an der Jagst, Station der Linien Goldshöfe-K., K.⸗Mergentheim, Heilbronn-K. der Württembergischen, sowie Nürnberg-K. der Bayrischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Oberamts und eines Amtsgerichts, hat ein Schloß, ein Rathaus mit 71m hohem Turme, ein reiches Hospital, Fabriken für Gips und Gipswaren, Baumwoll- und Strumpfwaren, bedeutende Gerbereien und Lederhandlungen, Cementwarenfabrikation, Bierbrauerei, Hopfenbau, Kunstmühlen, Vieh⸗ und Getreidehandel und zählt (1880) 4642 meist prot. E. Der Ort wurde 1338 zur Stadt erhoben, gehörte früher zu Ansbach und kam 1810 an Württemberg.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 564Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei