Kerguelenland oder Des olationinf el Insel im südl. Indischen Ocean zwischen 48⁷ 39 und 49˙ 44 südl. Br. und 68 37“ bis 70 35“östl. L. von Greenwich, wurde 1772 von Kerguelen Tremarec entdeckt. Im J. 1776 landete als erster Besucher Cook, welcher entdeckte, daß das Land nur eine Insel und nicht ein Teil eines größern Festlandes sei. Die Insel hat 3414 akm Fläche und ist unbewohnt. Tief hineingehende, an guten Häfen reiche Fiords machen, daß kein Punkt der Insel mehr als 20 km vom Meere entfernt ist. Die nicht sehr hohen Basaltberge (Mount-Roß 1865 m, Mount-Richards 1220 mu. s. w.) sind noch im Sommer mit Schnee bedeckt; die Mitte bedecken Gletscher. Die Scenerie ist großartig und oft eigentümlich malerisch. Es wächst dort kein Strauch, obwohl viel fossiles Holz vorhanden ist; nur 27 oder 28 Pflanzenarten und 160 Moose und Flechten finden sich dort. Auch die Landtiere fehlen ganz, aber überreich ist die Insel an See⸗-Elefanten (Macrorhinus leoninus), Robben und an Pinguinen, an Albatrossen, Cormoranen, Petterells und andern Seevögeln und eigentümlichen Insekten. Den Uferrand bilden steile Klippen.