Krater (grch., d. i. Becher) nennt man die Offnungen, durch welche vulkanische Ausbrüche erfolgen. Es sind teller⸗, kessel⸗ oder trichterförmige Vertiefungen mit oft steilen Wänden nach innen zu und umgeben von Kegelböschungen, deren Neigung von der Struktur der Auswürflinge abhängt. Man unterscheidet demnach: Tuffkrater mit meist sehr weiter offnung und äußern Böschungen von höchstens 15 Grad Neigung, aus zu Tuffen verhärteten Aschen aufgebaut; Schlackenkrater mit bis zu 40 Grad Böschung, aus Schlacken und Lapillis bestehend und meist an der Seite von einem Lavastrom durchbrochen; Lavakrater, deren Kegel aus festen Lavaströmen aufgebaut ist. Der Lage nach unterscheidet man an einem Vulkan den Hauptkrater, der gewöhnlich auf der Spitze des Kegels sich befindet, und Seiten⸗ oder Nebenkrater, welche sich am Fuße oder an den Gehängen hoher Vulkane bei jedem einzelnen Ausbruch bilden. Der Atna hat deren mehrere hundert. Das Verhältnis der Weite und Tiefe des K. zur Höhe und zum Umfange des Vulkans selbst hat durchaus nichts Konstantes. (S. Vulkane.) K., in welchen nur noch Exhalationen von Schwefelwasserstoff, Schwefeldämpfen und schwefliger Säure stattfinden, heißen Solfataren. K., deren Wandungen teilweise eingebrochen und die deshalb einseitig geöffnet oder auch mehr oder weniger ausgeebnet sind, werden als Einsturzkrater bezeichnet (z. B. die Monte-Somma des Vesuvs;; schluchtförmige Durchbrechungen des Kraterwalls als Barrancos (z. B. auf Palma). Im Innern solcher alten, kesselförmig erweiterten oder hufeisenförmig geöffneten K. baut sich infolge erneuter Ausbrüche nicht selten ein neuer Eruptionskegel auf (3. B. der eigentliche Vesupkegel im Innern des alten Monte-Sommakraters). Auf der vorstehenden Abbildung bezeichnet a einen Einsturzkrater, b dessen schluchtartige Durchbrechung (Barranco), c einen neuen Eruptionskegel. Früher unterschied man auch nach L. von Buch Erhebungskrater, die nur Gasen den Ausweg 6t, sind unter C aufzusuchen verstattet haben N1. wobei sich die Erdschichten kegelförmig erhoben hätten; die neuern Forschungen haben gelehrt, daß diese sog. Calderas wirkliche Ausbruchskrater wie andere waren.