Eruption nennt man das meist mit donnerartigem Geräusch und Erzittern des Erdbodens verbundene, oft plötzliche Hervorbrechen von vulkanischen Materien, also heißen Dämpfen, kochendem Wasser, glutflüssigen Gesteinen, aus der Erdtiefe. Es kann dies an Punkten geschehen, die seit längerer Zeit in offener Verbindung mit dem Erdinnern stehen, also aus Kratern der Vulkane, aus Geisern, aber auch an völlig unbestimmten Stellen, u denen Lava und Dämpfe durch frisch entstandens Spalten emporgepreßt werden. Die C. der Vulkane pflegen durch Erderschütterungen, unterirdisches Rollen und Donnern, Austrocknen der Brunnen angekündigt zu werden, bis der verstopfte Eruptionskanal oder eine neue von ihm ausstrahlende Spalte aufgerissen wird. Dann erhebt sich die Pinie, ein aus Gasen, Wasserdampf und vulkanischen Auswürflingen bestehender Strahl mit enormer Gewalt oft über tausend Meter hoch em-Leit vulkanische Aschen und Sande werden in zum eil erstaunlicher Menge ausgeworfen und von den Winden verbreitet, bis endlich die glutflüssige Lava hervorbricht und als Lavastrom den Vulkan hinabläuft. Der thätigste europ. Vulkan ist der Vesuv.