Kreuzspinne (Epeira), eine umfangreiche Gattung der Webespinnen, von der bereits weit über anderthalbhundert Arten beschrieben sind, charakterisiert sich dadurch, daß von ihren acht Augen die mittlern vier im Quadrat stehen, an dessen beiden Seiten noch je zwei in schiefer Richtung gestellt sind. Die Arten dieser Gattung spinnen das regelmäßigste Netz, welches aus lauter konzentrischen, durch viele Radien geteilten Kreisen besteht, in deren Mittelpunkte die Spinne meist in verkehrter Stellung sitzt. rmißt, sind unter C aufzusuchen. Die in Europa vorkommenden Arten leben nur einen Sommer und legen im Spätjiahre gegen 100 mit Seide zu einer Kugel übersponnene Eier, die den Winter über ausdauern. Unter den einheimischen ist die bekannteste und größte die gemeine Kreuzspinne (E. diadema), deren Hinterleib oft an Größe einer großen Haselnuß gleichkommt. Sie ist braunrot bis schwärzlich; auf dem Hinterleibe mit weißen oder gelben, ein Kreuz bildenden Flecken gezeichnet. Die K. besitzt viel Kraft, fängt in ihrem senkrechten Netze viele lästige Insekten weg und ist nicht giftig. Vor Freßsucht fällt das größere Weibchen selbst über das unvorsichtig nahende Männchen her und frißt es auf. Nebst der Haus⸗ oder Winkelspinne (Tegenaria domestica) gilt die K. für die beste Wetterprophetin. Zwillingskrystalle des Harmotoms (Barytkreuzstein) und des Phillipsits (Kalkkreuzstein).