FeedWeberubgel
TierreichBrockhaus 1882

Weberubgel, s. Afterspinnen. nennt man eine aus 29 Gattungen und 252 Arten bestehende Gruppe von meist schön gefärbten Finken, welche Mittelafrika und Südasien bewohnen, den kräftigen Kegelschnabel der Finken besitzen und sich dadurch auszeichnen, daß sie äußerst kunstvolle, meist emeinsame Nester bauen, die gewöhnlich zum Schutz gegen Raubtiere an schwanken Zweigen aufgehängt oder durch fest gearbeitete, schiefe Dächer gesichert sind. Zu ihnen gehören die sog. Bengalisteno, schön gefärbte Prachtfinken aus dem westl. Afrika und Australien (Amadina, z. B. der Band- oder Bartfink, A. fasciata, Tafel: Gengvögel II, Fig. 2), die eigentlichen Weber (Ploceus) aus Abessinien, die Orangevögel (Pyromelana) aus Sudan u. s. w., welche sämtlich jetzt häufig in Webefvit und Volièren zu finden sind. Gattungen und Arten bestehende Gruppe der zweilungigen Spinnen (s. unter Spinnen), welche aus in allen Richtungen sich kreuzenden Fäden unregelmäßige Netze bauen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 490Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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