Kropfsteine (im Bauwesen) nennt man die gekröpften Wölbsteine (Hakensteine), welche bei sehr flachen oder scheitrechten Mauerbögen mit gebrochenen Lagenfugen versehen und gleichsam übereinander aufgehängt werden; ferner versteht man hierunter auch die an ihrer Vorder⸗ oder Kopfseite mit rauh gebliebenen Erhöhungen (Bossen) behufs leichtern Versetzens versehenen Quadersteine (Buckelquader), wie sie namentlich an röm. Bauwerken und mittelalterlichen Befestigungen vorkommen; endlich im Wasserbau die Steine, in deren Aushöhlung sich die Thürständer steinerner Schleusenthore oder Siele drehen. öt, sind unter C aufzusuchen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 634Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei