FeedKupelwieser (Leop.)
ReligionBrockhaus 1882

Kupelwieser (Leop.), Historienmaler, ein Hauptvertreter der kath.⸗kirchlichen Kunst in Ssterreich, geb. 17. Okt. 1796 zu Piesting in Niederösterreich, erhielt seine Ausbildung an der wiener Akademie und studierte später nach den großen Vorbildern der dresdener Sammlung. Er besuchte 1824 Italien und wurde durch die Werke Fiesoles für das Gebiet der kirchlichen Kunst in der Richtung der sog. Nazarener gewonnen. Im J. 1837 erhielt er eine Professur an der wiener Akademie. Außer zahlreichen Altarblättern malte K. in der altlerchenfelder Kirche al fresco die acht Seligkeiten, das Jüngste Gericht und den Engelsturz; in dem Re-Auurig untor den des Statthaltereigebäudes die ustria unter dem Schutze der Religion, umgeben von symbolischen Jugendgestalten, wobei ein Fries die Urgeschichte des österr. Stammlandes behandelt. Tiefe Symbolik und fromme Auffassung CI in den Arbeiten K.s Hand in Hand mit der chlaffheit des Ausdrucks, der den Nazarenern eigen ist. K. starb 17. Nov. 1862.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 675Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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