Kupferglanz (Kupferglas, Redruthit), eins der reichsten Kupfererze, dem rhombischen System angehörig, mit einem Prismenwinkel von 119 35“, bildet gewöhnlich Krystalle, die wie niedrige hexagonale Säulen oder Tafeln oder wie flache hexagonale Pyramiden aussehen, auch Zwillingskrystalle nach mehrern Gesetzen; doch finden sich mehr derbe und eingesprengte Massen. Die Farbe ist schwärzlich bleigrau, meist wenig glänzend, im Strich glänzender, die Härte 2,5 bis 3, das spezifische Gewicht 5,5 bis 5,8; die Milde ist größer als bei den meisten andern Erzen. Chemisch besteht das Mineral aus Halbschwefelkupfer, Cu8, mit 79,85 Proz. Kupfer und 20,15 Schwefel. Salpetersäure löst es in der Wärme unter Abscheidung von Eteale vollkommen auf; vor dem Lötrohr schmilzt es leicht. Ein häufiges, wenn auch nicht gerade massenhaft vorkommendes Erz auf Kupfergängen und Lägern: zu Freiberg, Saalfeld, Mansfeld, zu Kupferberg und Rudelstadt in Schlesien, bei Moldova und Dognäcska im Banat, in Cornwall (Gegend von Redruth), in Sibirien, bei Bristol in Connecticut. Im Zechstein von Frankenberg in Hessen sind kleine Zweige und Zapfen von fossilen Coniferen (Cupressites Ullmanni) in K. vererzt. Das künstlich in Krystallen erzeugte Halbschwefelkupfer bildet reguläre Krystalle, welche auch erhalten werden, wenn der natürliche rhombische K. geschmolzen wird und erstarrt. tenes rhombödrisches Mineral in kleinen perlmutterglänzenden, smaragdgrünen bis spangrünen tafelartigen Kryställchen, von Redruth in Cornwall und Nischni-Tagilskoi im Ural; in Säuren und Ammoniak leicht löslich. Von der chem. Zusammensetzung ist zwar bekannt, daß hier ein gewässertes thonerdehaltiges, arsensaures Kupferoxyd vorliegt, doch gestatten die sehr differierenden Analysen nicht die Aufstellung einer Formel.