FeedTrichite
NaturlehreBrockhaus 1882

Trichite sind schwarze undurchsichtige Mineralgebilde von mikroskopischer Kleinheit, welche zu den unvollkommen ausgebildeten Krystalliten Barrhen und bald gerade gezogene Nädelchen und Härchen, bald gebogene oder gekrümmte, auch vielfach geknickte Stäbchen darstellen, die teils isoliert liegen, teils zu Büscheln und Flocken vereinigt sind. Man beobachtet sie, in großer Menge und verschiedenartiger Ausbildung, in der Glasmasse der Obsidiane, Bimsstein und mancher Saudtel auch in der glasigen Basis, welche einen Bestandteil von Rhyot.lithen, Porphyren, Basalten und andern pyrogenen „Eruptivgesteinen ausmacht. t7 Gattungen und etwa 62 Arten Australien, Neuguinea, die Molukken bis Celebes, einen großen Teil der oceanischen Inseln und Neuseeland bewoh⸗ „nende Papageifamilie, bei welcher die Zungenspitze mit einer Anzahl fadenartig entwickelter, mit tHorn überzogener Papillen (wahrscheinlich modifizierte Federn) besetzt ist; sie ernähren sich meist von Früchten und Pflanzensäften, der merkwürdige, grauschwarze Kea (Nestor notabilis, s. Tafel: Papageien, Fig. 10) von Neuseeland hat neuerdings aber gelernt, an den Schafen Blut zu saugen, und wird den Herden hierdurch sehr schädlich. Eine der schönsten Arten ist der Keilschwanzlori (LTrichoglossus Novae Hollandiae, Fig. Hoder Allfarblori, der sich in Australien und Tasmania findet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 836Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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