Kupferkies oder Chalkopyrit, das verbreitetste unter allen Kupfererzen, aus welchem das meiste Metall dargestellt wird; gehört der sphenoidisch-hemiédrischen Abteilung des tetragonalen Systems an; die Krystalle, sehr oft verzerrt und vielfach verzwillingt, besitzen gewöhnlich pyramidalen Habitus; am verbreitetsten sind derbe und eingesprengte Massen. Die Farbe ist messinggelb, oft goldgelb oder bunt angelaufen (dann leicht mit Buntkupfer zu verwechseln), der Strich schwarz, die Härte 3,5 bis 4, das spezifische Gewicht 4,1 bis 4,3. Der K. besteht wesentlich aus 34,6 Proz. Kupfer, 30,5 Eisen, 34,9 Schwefel und besitzt die empirische Formel Cub'es., welche man am zweckmäßigsten als das Sulfoferrit des Kupfers Cu- S + Fer deutet. Bei dem Rösten entwickelt er schweflige Säure, auf Kohle schmilzt er ziemlich leicht unter Aufkochen und Funkensprühen zu einer schwarzen magnetischen Kugel; in Salpetersalzsäure ist er löslich unter Abscheidung von Schwefel. Von den vielen Fundpunkten seien genannt: Freiberg, Mansfeld, Goslar, Rheinbreitbach, Gegend von Siegen und Dillenburg, Kitzbühel, Schlaggenwald (Böhmen), Herrengrund (Ungarn), Cornwall, Falun, Röraas (Norwegen).