Coello (Claudio), span. Historienmaler, welcher die einheimische Schule beschließt, geb. in Madrid 1621, wo er 1693 starb. Er malte viele Altarbilder in den hervorragendsten Städten des Landes, mußte aber dem Sterne Giordanos weichen, der damals aus Italien berufen ward, eine Kränkung, die den Tod des Künstlers veranlaßt haben soll. Corcibel (neulat.) bezeichnet in der Physik diejenige Eigenschaft der Gase, vermöge der sie sich, bei genügender Erkaltung und hinreichender Zusammendrückung, zu einer tropfbaren Flüssigkeit verdichten oder kondensieren lassen. Man weiß heutzutage durch Experimente, daß alle Gasecörcibel sind, wenn nur ein hinreichender Grad in ihrer Erkaltung und Zusammenpressung hervorgebracht wird. Allein is noch vor kurzem (1877) teilte man die Gase in cörcible, welche sich zu einer tropfbaren Flüssigkeit kondensieren ließen, und in permanente, welche unter allen Umständen ihre Gasform behalten. Zu den erstern zählte man Cyan, schweflige Säure, Chlor, Ammoniak, Salzsäure, Kohlensäure, salpetrige Säure und Stickstoffoxydul. Zu den letztern gehörten: Stickoxyd, Kohlenoxyd, Sauerstoff, Stickseit atmosphärische Luft und Wasserstoff. Allein eit es den Experimentatoren L. Cailletet (Paris) und R. Pictet (Genf) durch ihre epochemachenden Versuche gelungen ist (1877 — 78), alle noch für permanent gehaltenen Gase mittels tiefer Erkaltungen und hohen Drucks zu verflüssigen, gibt es nur noch coörcible Gase. Dagegen hat es eine Zeit gegeben Hin 1823), wo alle Gase für permanent galten. an unterschied damals die Dünste von den Gasen, indem man nur jene für kondensierbar hielt, die letztern nicht. Als später (1823) Davy und Faraday, und nach diesen auch andere (Thilovier mißt, sind unter K aufzusuchen. und Natterer, Verflüssigung der Kohlensäure und des Stickstofforydulsv, 1844) die oben als coercibel angeführten Gase verflüssigten, entstand der Unter20 0 zwischen den cörcibeln und permanenten Gaen, welcher seit 1877 wieder aufgehört hat. Gegenwärtig erscheinen eigentlich Dünste und Gase als wissenschaftlich identisch, indem sie sich nur durch den Grad der Temperatur und des Drucks, bei dem ihre tropfbare Verflüssigung eintritt, voneinander unterscheiden. Im gewöhnlichen Leben beleicht 0 man jedoch noch immer, wie früher, sehr leicht kondensierbare, gasförmige Stoffe als Dünste, die schwierig tropfbar zu machenden, ausdehnbar flüssigen Stoffe dagegen als Gase. (S. Dunst, Dampf, Gas und Wärme.) Über die Kondensierung der ehemaligen permanenten Gase vgl. Pictet, Mémoire sur la liquéfaction de Poxigener (Genf 1878) und Cailletet in den Schriften der pariser Akademie (1877—78).