FeedKurmantel
GeschichteBrockhaus 1882

Kurmantel, Schmuck der Kurfürsten bei der Kaiserkrönung; in der Heraldik Zierde der Wappen der Kurfürstentümer. Kurmarklk hieß der Hauptteil der Mark Brandenburg, deren zweite kleinere Hälfte die Neumark war. Sie umfaßte die Altmark mit der Hauptstadt Stendal, die Vormark oder Priegnitz mit der Hauptstadt Perleberg, die Mittelmark mit der Hauptstadt Brandenburg, die Ukermark mit der Hauptstadt Prenzlau und die Herrschaften Bees kow und Storkow oder den Beeskower und Storkower Kreis, und enthielt 20500 qkm. Der Name K. entstand infolge der übertragung der Kurwürde auf Brandenburg (1356). Nach dem Tilsiter Frieden wurde die Altmark mit dem neuerrichteten Königreich Westfalen, dafür aber das rechts der Elbe gelegene Herzogtum Magdeburg mit der Mark verbunden. Die Altmark fiel 1813 an Preußen zurück, doch erneuerte man bei Errichtung der Regierungsbezirke die Einteilung in K. und Neumark nicht wieder, sondern teilte die Altmark dem Magdeburger, die Priegnitz, die Ukermark und den größern Teil der Mittelmark dem Potsdamer, die übrige Mittelmark und den Beeskow-Storkower Kreis dem Frankfurter Regierungsbezirke zu. Im J. 1836 wurde jedoch der Kreis Beeskow-Storkow dem Potsdamer Regierungsbezirk zuerteilt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 699Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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