Labiatifloren nennt man zunächst eine Unterabteilung der Kompositen. Außerdem bezeichnet man damit auch eine Anzahl von Familien, deren Blumenkronen zweilippig ausgebildet sind, dazu gehören demnach außer den Labiaten u. a. noch die Familien der Scrophularineen, Orobancheen, Gesneraceen, Globularieen, Verbenaceen. In der letztern Bedeutung wird der Name L. jetzt am häufigsten gebraucht, zumal durch eine andere systematische Einteilung der Kompositen zur Zeit die Bezeichnung L. für eine Abteilung derselben überflüssig geworden ist. abiau, Kreisstadt in der preuß. Provinz Ostpreußen, Regierungsbezirk Königsberg, an der Deime, aus welcher hier der Große Friedrichsgraben 216131 ist Sitz eines Landratsamts, eines (1880748855 und einer Reichsbanknebenstelle, zählt (1880) 4 meist prot. E., und hat Dampfsägemühlen, Bierbrauerei, Schiffahrt und Fischhandel. L. ist seit 1642 Stadt; der hier 10. Nov. 1656 abeschlossene Vertrag sicherte die Unabhängigkeit Preußens von Schweden. Der Kreis Labiau zählt auf 1064 qkm (1880) 52847 meist prot. E.