Lälius (Gajus), ein Freund des ältern Scipio Africanus, befehligte im zweiten Punischen Kriege dessen Flotte in Spanien, sowie bei der Überfahrt von Sicilien nach Afrika, und sodann Abteilungen der Armee in Afrika, und bekleidete im J. 190 mit Lucius Scipio Asiaticus das Konsulat. Sein Sohn, ebenfalls Gajus L. genannt, der von seiner Vorliebe für die Philosophie den Beinamen Topss (lat. Sapiens, d. i. der Weise) erhielt, kämpfte 145 als Prätor mit glücklichem Erfolge gegen Viriathus in Lusitanien; Konsul war er im J. 140 mit Quintus Servilius Cäpio. Mit dem jüngern Publius Scipio Africanus lebte er in vertrautester Freundschaft, weshalb auch Cicero in dem nach L. benannten Gespräch «Uber die Freundschafto 7 als Hauptredner einführt, und beförderte mit ihm die Aufnahme griech. Bildung in Rom. Das Gerücht schrieb ihm auch einen wesentlichen Anteil an den Komödien des ihm befreundeten Terentius zu. Seine Tochter Lälia, an Quintus Mucius Scävola den Augur verheiratet, war ebenfalls wegen ihrer Bildung berühmt.