Lamech wird in den zwei Stammtafeln der hebr. Ursage, und zwar in der einen unter den Kainiten, in der andern unter den Sethiten, aufgeführt, gehörte aber ursprünglich offenbar einem altasiatischen Göttersystem als Sonnengott (Lampos) an; er wurde mit seinen zwei Weibern: Ada und Zilla (d. i. die KStunder und der »Schatten», also Personifikationen von Zeit und Raum) und seinen drei Söhnen: Jabal, Jubal und Tubalkain, und einer Tochter Naama von der stren monotheistischen Anschauung der Hebräer zu Menschen herabgesetzt, sodaß jetzt die drei Söhne, die Geschichte der fortschreitenden Civilisation markierend, als die Ahn⸗ —— von drei verschiedenen Ständen und Thätigeiten erscheinen: Jabal und Jubal als die Väter der zeltbewohnenden Hirten und Musiker, entsprechend dem Hirtengott Apollo, dem Erfinder und Spieler der Phorminx (Harfe), und Tubalkain als Vater der Schmiede und Handwerker, der die Naama (die Liebliche) zur Schwester hat, wie der kunstfertige Vulkan eine Charis (eine der Grazien), später die Venus, zur Frau besaß. Dem L. als Vater des ersten Eisenschmiedes wird daher auch das sog. Lamechlied, 1 Mos. 4, 23. 24, in den Mund gelegt, welches die Erfindung des Schwertes verherrlicht. Lamego, Stadt im portug. Distrikt Vizeu (Provinz Beira alta), 5 km vom linken Ufer des Dhuro, ist Sitz ömanwnchen Has eine schöne got. Domkirche, ein altes maurisches Kastell und ein Hospital und zählt 1 8124 E. Hier wurde 1143 der Reichstag abgehalten, auf dem die Erbfolge im Königreich und die Einsetzung von Feudalcortes 1611828 wurde. Daher hießen die von Dom Miguel 1828 nach diesen Grundsätzen berufenen Cortes die Cortes von Lamego.