Langhänder (Macrochires) ist der Name einer Vogelordnung, deren Hand länger als der Unterarm und der Oberarm ist. Als echte Fliegtiere haben sie schwache, kaum zum Gehen geeignete, hintere Extremitäten, deren Innenzehe entweder stets nach vorn oder stets nach hinten gerichtet oder eine Wendezehe sein kann. Sie haben immer 10 lange Handschwingen, 6—13 Armschwingen und 10 Steuerfedern. Eine sehr verschiedenartige Bauart zeigen die Schnäbel, sie bilden entweder eine lange, dünne Röhre, oder sind sehr kurz, breit und bis unter die Augenhöhle gespalten. Die L. sind fast immer insektenfressende Vögel, die nur in einzelnen wenigen Formen außerhalb der Tropen vorkommen. Die L. zerfallen in drei Familien: 1) die Kolibris (s.d., und Tafel: Kolibris); 2) die Nachtschwalben (s. d.) mit der europ. Nachtschwalbe oder dem Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus, s. Tafel: Langhänder, Fig. 5), der durch verlängerte Schwanzfedern ausgezeichneten Leiernachtschwalbe (C. megalurus, Fig. 7), der merkwürdigen Flaggennachtschwalbe (. Spekei, Fig. 1). Die sonderbarste ist indes der südamerik. Guacharo (s. d., Rar 3): 3) die Segler (s. d.), zu denen die gemeine Turmschwalbe (Cypselus apus, Fig. 4), der im südl. Europa vorkommende Alpensegler (C. melba, Fig. 6) und die echte Salangane (s. d., Collacalia caripennis, Fig. 2) gehören.