Laßberg (Jos., Freiherr von), verdienter deutscher Altertumsforscher, geb. 10. April 1770 in Donaueschingen, stand seit 1789 als Forstbeamter in Diensten des Fürsten von Fürstenberg und wurde 1804 Landesforstmeister und Geheimrat desselben, eine Stellung, die er jedoch 1817 aufgab, um sich ganz dem Studium zu widmen. Zunächst lebte er auf seinem Landsitze Eppishausen im Thurgau, dann (seit w1838) auf dem alten Schlosse Meersburg am Bodensee. Hier übte er eine ausgedehnte Gastfreundschaft und sah Fachgenossen“, die zur Benutzung der von ihm gesammelten reichen handschriftlichen Schätze gekommen, oft auf längere Zeit bei sich. Er starb 15. März 1855. Seine Bibliothek, in welcher die bedeutende Nibelungenhandschrift Csich befindet, kam nach seinem Tode in die fürstl. Bibliothek zu Donaueschingen. Unter dem Namen Meister Sepp von Eppishusen gab er heraus: «Ein schön und anmuetig Gedicht, der Littowero (Konst. 1826), ferner die Abdrücke des „Sigenoto (Konst. 1830) und des (Eggenliedeso (Konst. 1832). Sein Hauptwerk führt den Titel «Liedersaal (4 Bde., St. Gallen 1820 —25). L.s Briefwechsel mit Uhland gab Pfeiffer (Wien 1870) heraus.