Leadhillit, ein in tafelartigen Krystallen ausgebildetes monoklines Mineral, von vorwiegend gelblichweißer Farbe, der Härte 2,5 und dem spezifischen Gewicht 6,26 bis 6,53; es ist fettglänzend (nur auf der Basis erscheint diamantartiger Perlmutterglanz) und ziemlich lichtdurchlässig; beim Erwärmen verengert sich der Winkel der optischen Achsen bedeutend. Der L. ist in chem. Hinsicht merkwürdig, weil er die Verbindung eines Carbonats mit einem Sulfat darstellt: die Analyse ergab 81,s Bleioxyd, 8,03 Kohlensäure, 8,12 Schwefelsäure, 1,87 Wasser. Findet sich zu Leadhills in Schottland, namentlich in großen Krystallen auf der Grube Malo Calzetto auf Sardinien, auch zu Nertschinsk in Sibirien.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 869Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei