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ErdkundeBrockhaus 1882

Leibnitz, Marktflecken in Steiermark, am Zusammenfluß der Laßnitz und Sulm, 25 kmim NNW. von Marburg, Station der Linie Wien-Triest der Osterreichischen Südbahn, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, zählt (1880) 2241,als Gemeinde 3624 E., ist seit dem Brande 1829 neu und schön gebaut und hat eine Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen und eine Zündwarenfabrik, sowie regen Handel. In den Türkenkriegen war das Leibnitzer Feld wiederholt der Schauplatz blutiger Katastrophen. Auf der Halbinsel zwischen Sulm und Mur, dem Leibnitzer Feld, stand einst das röm. Flavium Solvense (auch Flavia Solva); zählreiche röm. Altertümer wurden dort gefunden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 912Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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