Leibgarde-Kosaken heißen die dem russ. Gardekorps zugehörenden Kosakentruppen. Es sind dies vom donischen Heere zwei berittene Regimenter (Sr. Majestät Leibgarde-Kosakenregiment und das Atamansche Leibgarde⸗-Kosakenregiment), welche im Frieden nur je zwei Schwadronen stark sind, im Kriege jedoch je sechs Schwadronen zählen und durch ein im donischen Lande bei der Mobilmachung aufzustellendes Leibgarde-Ersatzregiment von sechs Schwadronen verstärkt werden, nebst einer Leibgarde-Kosakenbatterie von sechs Geschützen. Das Uralheer stellt im Frieden eine, im Kriege zwei Leibgarde Kosakenschwadronen, das Kubanheer und Terekheer je zwei Schwadronen zu Sr. Majestät eigenem Convoi, der Leibwache des Zaren (sog. Tscherkessen), von denen im Frieden nur je eine Schwadron zum Dienste berufen ist. Die L. des donischen und Uralheeres sind in Bezug auf Ausrüstung, Bewaffnung und militärische Ausbildung zu den regulären Truppen zu zählen, die Batterie ist, wie alle Kosakenbatterien, eine reitende.