Bangala, 1) eine Stanley’sche Station am Nordufer des Kongo, zwischen Uranga und Rubunga (1883 errichtet). — 2) Ein Negervolk an den Ufern des Quango, beriüchtigt durch ihre Rauflustigkeit und ihre beständigen Händel mit den ihnen benachbarten Stämmen. Auch mit den Portugiesen haben die B., seitdem dieselben gegen Ende des 16. Jahrh. ihre Herrschaft in der Gegend des Quango auszubreiten begonnen hatten, in fortwährender Fehde gelegen und schliesslich die Oberhand gewonnen, indem sie 1862 die portugiesische Regierung zwangen, das Fort in Kassansche zu räumen und ihre Truppen nach Malansche zurückzuziehen, welches auch seitdem die äusserste Grenze der portugiesischen Kolonie bildet. Sie sind unternehmungslustige Handelsleute, haben sowohl Verbindungen angeknüpft bis tief ins Innere, wie sie auch in direktem Verkehr stehen mit den Kaufleuten an der Küste; statt nach Malansche bringen sie ihre Waren, um den Zwischenhändler (Ambakist) zu umgehen und höhere Preise zu erzielen, lieber nach Pundo Ndongo, Dondo üund selbst nach Loando, und Malanscheist infolgedessen schon stark zurückgegangen. Vergl. auch Hollo.