Belzoni, Giambattista, berühmter Reisender und Altertümersammler, zu Padua 1778 geboren, wurde nach einer abenteuerlichen Laufbahn, die ihn von Rom, wo er die Mönchskutte anlegte, 1800 nach Holland, 1803 als Athlet (Apollo und Herkules) nach England, Madrid, Lissabon und Malta führte, wo ihn Mehemed Ali, der Vizekönig von Ägypten, für den Bau einer hydraulischen Anlage für die Gärten zu Subra am Nil gewann. Hier lernte ihn Henry Salt, der engl]. Archäolog, kennen und lenkte ihn in eine neue Laufbahn, indem- er ‚ihn mit der Leitung der Arbeiten zur Wegschaffung des Memnonkopfes zu Theben, dann mit der Ausgrabung der Tempel von Abu Simbel betraute. Im Thal Biban el Mobuk entdeckte B. ein grosses Königsgrab, dann fand er 23030 nördl. Br. das alte Berenike auf, öffnete die zweite Pyramide von Gizeh, die vor ihm noch keinem Menschen zugänglich gewesen war, untersuchte Fajum, die Ruinen von Arsino®,. den Möris-See und drang in der Libyschen Wüste bis zur Oase El-Kassar (von ihm für die Oase des Jupiter Ammon gehalten). 1819 kehrte er nach England zurück und gab hier: „Narrative of the operations and recent discoveries in Boypt and Nubia* (1321) heraus. Ende 1822 rüstete er sich zu einer neuen grossen Reise von der westafrikanischen Küste nach Timbuktu und den Nigerquellen, starb aber auf dem Wege nach Benin zu Gato am 8. Dez. 1823.