FeedBelzöni (Giovanni Battista)
TechnikBrockhaus 1882

Belzöni (Giovanni Battista), berühmt dur seine Reisen und Entdeckungen, geb. 5. Nov. 177 zu Padua, ward in Rom zum geistlichen Stande erzogen, wandte sich jedoch bald den mechan. Künsten, befonders der Hydraulik zu. Von Rom ging er nun 1800 nach —— and, von da 1803 nach England, wo er durch öffentliche Darstellungen aus der 2 7 nachher durch athletische Künste seinen nterhalt zu gewinnen suchte. 181² tam er nach Lissabon, später nach drid und nach Malta. Hier ward er 1815 nach Agypten eineladen, um eine hydraulische Maschine für den B zu bauen. Nachdem er sich dieses ftraaß entledigt, bewogen ihn Burckhardt und Salt, sich der Erforschung Aun Altertümer zu widmen. Es gelang 06 die Büste des . jüngern Memnon aus der Nachbarschaft von Theben nach Alexandria — mibel ein und zuerst in den Tempel von Abuimbel 1. Molut) hei e Thale der Königsgräber (Biban-el-Moluk) bei Theben entdeckte er mehrere auch uun Katakomben mit Mumien. Er eröffnete auch unter anderm 1817 das berühmte Königsgrab des Psammetich oder Necho, aus forgcha er den prächtigen alabasternen Sarkophag fortschaffte, der jetzt, mit der erwähnten Memnonsbüste und den meiften übrigen von ihm nach Europa Malenm ten 197 ltertümern, das Britische Museum —7 t. B.s glänzendste Unternehmung war jedoch e Eröffnung der Pyramide des Chephren. Ein Anschlag auf sein Leben veranlaßte ihn, Agypten zu verlassen. Zuvor unternahm er noch eine Reise nach der Küste des Roten Meers, auf der er die Smaragdgruben von Zubara und die Überreste des alten Berenice auffand, und von hier nach der Oase Siwah, um die Trümmer des Ammontempels zu untersuchen. Im Sept. 1819 schiffte er sich mit seiner Gattin die auf allen Fahrten und Reisen seine mutige Begleiterin gewesen, nach Europa ein. Die Resultate seiner Worschudn verössentlichte er unter dem Titel: Narrative of the operations and recent discoveries ete. in mit 44 illum. Kupfern). Gegen Ende 1822 unternahm er eine Reise nach Timbuktu ins Innere Afrikas. Benin ward er jedoch von einer gefährlichen Ruhr befallen, die ihn nötigte, nach Gato zurückzukehren, wo er 3. Dez. 1823 starb. Die Oriinalzeichnungen des von ihm eröffneten ägypt. Konigsgrabes wurden von seiner Gattin herausgegeben (Lond. 1829). Vgl. Menin, KCenni biographicis (Mail. 1825).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 751Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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