Böne (Bona), Küstenstadt der alger. Prov. Constantine, an der Ostseite des nach ihr genannten breiten Golfes (86% 53° 58“ nördl. Br., 5% 25° 41“ östl. L.), 440 km östl. von Algier; 1872: 22866 Einw. (600 Franzosen, 7000 Fremde, grösstenteils Italiener und 4000 Mann Soldaten). Die Stadt ist mit einer krenelierten Mauer umgeben und besitzt ausser einer Kasbah noch mehrere Forts; es ist seit 26. Aug. 1852 in französischem Besitze, und jetzt Sitz eines Unterpräfekten, eines Handels- und Gerichtstribunals; Dampfer verkehren regelmässig zwischen hier und Marseille, Algier und Tunis; 2 km südwärts liegt die Ruinenstätte des alten Hippone. — B. steht mit Malta durch das submarine Kabel der Eastern Telegraph Company in Verbindung. Der Golf von Bona beginnt mit dem Kap von Garde, 8 km nördl. von östl. L.) und endigt im Osten mit dem Kap Rosa (36° 56‘ 58° n. Br., 5° 53° 55“ östl. L.); die Entfernung zwischen beiden Punkten beträgt nahezu 40 km. Im Osten, wenig unterhalb von Bona, mündet die Seybouse, ziemlich in der Mitte des Golfes die Mafrag; nahe der Mündung der letzternliegt die unter dem Namen Bastion de France bekannte grosse Korallenfischerei.