Diaz-Spitze, an dem Nordrande der Guano-Bai (Angra Pequena). Dib, s. v. w. Wolfshund (Canis lupaster, Canis Anthus). Dib (Dieb), Stamm in der alger. Prov. Constantine, im Distrikt La Calle. Dibamba, Negervolk und der von ihnen südlich vom Lungasi-Fluss bewohnte Landstrich im deutschen Kamerun-Lande. Dibbi, ein zu den Galla-Grenzlanden des Schoaner Amhara-Reiches gehöriger Bezirk. Er ist eingeschoben zwischen Schoa und Argobba (s. d.) und gehörtethnologisch zudem grossen Wollo-Stamme (s. Wollo). Dibea, Ortschaft in Klein-Batanga, südlich von Criby. Dibolo, Stadt an der nördl. Küste der Batta-Bai, wenig südöstl. vom Kap Batta. Dibombe, Ortschaft der Brudiman-Neger am Dibombe (Nebenfluss des Wuri- oder Kamerun-Flusses), ziemlich dicht unter 10° östl. L. v. Gr. Dibonga, Ortschaft am südl. Ufer des Malimba- (Edea-) Flusses, wenig unterhalb der Edea-Fälle. Dickagare, Würfel, die aus Fusswurzelknochen des Rindes bereitet werden. Sie dienen den Zauberdok-Didos Stadt, grosser Ort am östl. Ufer der Mündung des Kamerunflusses, zwischen John Aquas Stadt und König Aquas Stadt. Diebedugu, eine Provinz von Bambuk (s. d.), im Innern des Landes. Diego Garcia, kleine Insel im Indischen Ozean, seit 1814 im Besitz von Grossbritannien. Diegunko, Stadt in Futa-Djallon im Thale des Tankisso, auf der Route, welche von den Faktoreien in Sierra Leone, am Rio Pongo und Rio Nunez nach den Goldbergwerken von Bur& führt. Difasa(RobusDefasa),eineAntilopenart mit S-förmig gebogenen Hörnern. Digay, Creek im östl. Teile des Niger-Delta. Digdigta (oder Taracha), Bergkette westlich von Massaua. Digoa, befestigter Platz in Bornu (Zentralsudan); die Bevölkerung soll die Zahl von 30000 erreichen. Dihab, s. Dhiab. Dikran, Ort in Agypten (Mudirie Assiut, Distr. Abutig). Dilka, eine im Sennar, Nubien etc. sehr verbreitete wohlriechende Hautpommade. In früheren Zeiten galt die Einreibung der ermatteten Glieder eines in ein nubisches Haus eingekehrten Gastes als unerlässliches Zeremoniell. Dilolo-See, im südl. Zentral-Afrika (11030. südl. Br. und 19° östl. L.), in einer Höhe von 1440 m, auf der Wasserscheide zwischen Kongo und Sambesi. Livingstone, welcher 1854 an seinem Gestade weilte, giebt seine Länge auf S—13 km an. Dima (Adansonia digitata), s. Baobab. Dima, Stadt in Amhara (südliches Abessinien), Hauptort von Godjam, an einem rechten Zuflusse des Abai. Dima, s. Dar-Dima. Dimar, eine Landschaft in Futa-Toro (französ. Senegambien). Dimar, das östl. Grenzland Walos (Senegambien), bildet jetzt eine Subdivision von Futa-Toro. Hauptort ist Dagana mit französ. Militärposten und 1200 Einw. Dimchad-we-Hachem, Ortin Ägypten (Mudirie Minia, Distr. El-Minia). Dimiat, die arabische Namensform für Damiette. Dina, Ortschaft am Niger, auf der Route im Thale des Baoul& nach dem Niger. Dinda, ein westlicher Zufluss des Niger. Dindir (Dender), ein Nebenfluss des Bachr-el-Asrok oder Blauen Flusses (Abai), kommt aus dem südöstlichen Sennar. Dingiray, ein befestigter Ort im Gebiete Diallonkadugu, mit diesem einen Distrikt des Sultanats Segu bildend. Derselbe hat eine überaus günstige Lage zwischen Futa-Djallon und den Goldländern im Quellgebiete des Niger, ist nahe den europäischen Faktoreien an den dem Atlantischen Ozean zuströmenden Gewässern und steht unter der Herrschaft Akibus, eines Sohnes des Propheten El Hadj Omar und Bruders von Ahmadu, Sultan von Dinguira, Ortschaft im Land Khasso (Westsudan), am rechten Ufer des Senegal. Dinguira-Bougou, ein Vorort von Medine inder LandschaftKhassa (Senegambien). Dinka(Denka), einzahlreichesNegervolk, südlich von den Schilluk und an beiden Ufern des Nils zwischen 12 und 6° nördl. Br. Ihr nördlichster Stamm sind die Abyalang; auf diese folgen weiter nach Süden die Ader, Abuyo, Donghiol, Tuitsch, Bor, Eliab (Aliab), Kitsch, Kyek, Djanchi, Rek, Aral, Ghok, Lau, Afot, Tantsch, Mandari, Beher, Nyal und Yom. Sie gehen, mit Ausnahme der verheirateten Weiber, nackt. Manche Männer oder Mädchen werfen eine mit den Haaren oder ohne dieselben gegerbte Haut über die Schulter. Die Mädchen tragen sonst nur noch einen aus weissen Nilausterschalen, aus Glasperlen oder Kauris gefertigten Gürtel ohne eigentliche Schambedeckung. Sie wohnen in sorgfältig angelegten, mit staffelförmig zugeschnitzten Gras- : schichten gedeckten, oben spitz zulaufenden, unten aus Lehm und zerkleinertem Stroh gemauerten Togulen. Ihre Nahrung ist Milch, Butter, Durra- und Dochn-Brei in verschiedener Art der Zubereitung. Die Rinderherden werden in grosse Dornverhaue eingepfercht. Die Milchgefässe werden mit Rinderharn ausgewaschen, welches übrigens auch zum Reinigen der Essgeschirre, zum Ausspülen des Mundes und zum Waschen des Körpers dient; man kommt mit diesem widrigen Produkt zugleich dem Mangel an Kochsalz, dieser für das Gedeihen so nötigen Substanz zu Hilfe (Hart- . mann). Die Dinka sind von hoher Gestalt (1,50 m ist ein gewöhnliches Mass bei ihnen); ihre Züge sind regelmässig, ihr Gesicht vorstehend. Sie sind im allgemeinen von ernstem Temperament und weniger wild als ihre Nachbarn. Früher bestand unter den D. die katholische Missionsstation Heiligenkreuz, die jedoch wegen der Geingfügigkeit der erreichten Erfolge wieder eingegangen ist. Vgl. Denka. Dinki heisst bei den Gallas das Zwergvolk der Doko. Dinserra, eine Kabile (Stamm) der Afar oder Danakil (Ostafrika); s. Afar. Dio, Dorf der Bambarra, in der Landschaft Beledugu, etwa 80 km vom Niger; neuerer Zeit oft genannt worden infolge des Überfalls der Gallieni'schen Expedition 1880 durch die Bambaras. Dio-el-Westa, Ortin Ägypten (Mudirie Dakahlieh, Distr., El-Simbellawein). Dipita, Ortschaft am westl. Ufer des Quaqua, auf dem von Deutschland besetzten, aber noch streitigen Gebiet nördlich von dem Malimba- (Edea-) Flusse. Dobeirah, Ort in Ägypten (Mudirie Esna, Distr. Halfah). Diogo Nunes (Rio de), Fluss auf der Insel Säo Thome, entspringt auf der Cordilheira und mündet an der Praia de Diogo Nunes (Greeff). Dioliba, s. Dhioliba. Diombokho, eine Landschaft oder Provinz des zu dem Königreich Segu gehörenden Reiches Kaarta, am rechten Senegalufer, südlich vom Kulu; reich an Pferde- und Rinder-Herden. Die Bewohnersind Bamıbarras, diederHerrschaft der Segus sehr feindselig gesinnt sind, aber durch den festen Platz Kuniakary, wo ein Bruder des Sultans von Segu residiert, im Zaume gehalten werden. Diomeirah, Ort in Agypten (Mudirie Gharbieh, Distr. Chirbin). Diongounture, Dorf am rechten Ufer des Senegal, zu dem Lande Ghidimakha (s. d.) gehörig. Dirki (Dirko), grosse Dorfschaft und Hauptort der Sahara-Oase Kauar (s. d.), in der westlichen Hälfte derselben gelegen; Wohnsitz des weltlichen Oberhaupts der Oase; ca. 250 Häuser, die sämtlich auf Salzboden stehen. Die sie umgebenden Salzsiimpfe und Salzseeen erzeugen eine Art Fieber. Diss, Duar in der alger. Prov. Oonstantine (1870 errichtet, 13951 ha). Dissi, Inselchen am Eingange des Annesleygolfs (s. d.), von den Franzosen besetzt. Diur (Djiur, Djur), 1) Fluss westlich vom weissen Nil, entspringt auf dem Berge Baghinze, wo er Su& heisst; im Mittellaufe heisst er Gheddy, weiter unten D.; Nebenflüsse sind: links die beiden Wau, dann der Molmull, mit welchem vereint er den Bachr- el-Ghasal bildet. Er mündet westlich von Gondokoro. — 2) Negervolk nordwestl. von zwischen den Dinka im Norden, den Bongo im Süden, dem Tondj-Fluss im Osten und dem Pongo- oder Dembofluss im Westen. Sie nennen sich selbst Lwo und sind mit den Schilluk verwandt. Dira, Bergstock in der alger. Provinz Algier, im Süden von Aumale. Dixah, Stadt in Tigre (Abessinien), auf dem Wege, der von Massaua zum abessinischen Plateau führt (14° 58‘ nördl. Br., 36° 48° östl. L.). Dixcove, Stadt der engl. Kolonie an der Goldküste (4° 47° nördl. Br., 4% 17‘ westl. L.); 1200 Einw. Es bildet mit Accoda und Unfuma einen Distrikt; wichtiger Handelsplatz.