Douville, Jean Baptiste, gegen Ausgang des 18. Jahrh. in Frankreich geboren, unternahm seit 1815 grosse Reisen durch die Erde, auf denen er 1828—30 von San Felipe in Benguella aus die den Portugiesen unterworfenen heiche Angola und Benguella durchzogen, von da in die gegen Osten und Norden gelegenen Neserländer vorgedrungen und hierauf nach dem Hafen von Ambris zurückgekehrt zu sein behauptete. Er gab hierüber 1832 das 3 bändige Reisewerk „Voyage an Congo et dans fait dans les annees 1828 a 1830“ heraus, Sein Bericht an die Pariser (Geographische Gesellschaft, deren Sekretär er war, trug ihm die Preismedaille und die Ehrenmitgliedschaft der Geograph. Gesellschaft zu London ein. Allein unmittelbar nach dem Erscheinen seines heisewerks wies Cooley Desborough nach, dass D. in der Zeit, welche er in Afrika zugebracht haben wollte, als Sprachlehrer in England gewirkt habe, und dass seine Reiseroute wahrscheinlich nur eine Verarbeitung älterer portugiesischer Expeditionen enthält. D. wurde Ende der dreissiger Jahre in Brasilien ermordet.