Cooley, William Desborough, lange Zeit als Kenner der afrikanischen Entdeckungsgeschichte und als Kritiker hervorragend, machte sich 1830 durch das Werk: „History of maritime and inland discoveries*, sowie später durch den Naehweis, dass die Aufsehen erregende Reise von Jean Baptiste Douville (s. d.): „Voyage au Congo et dans linterieur de l’Afrique equinoxiale, fait dans les annees 1828 & 1830* (8 Bde.; 1832) auf Erdichtung beruhe, bekannt. ° ©. gebührt in erster Linie das Verdienst, die portugiesischen und arabischen Quellen des Mittelalters hervorgesucht und auf ihre Angaben hin den Versuch einer Herstellung der Karte von Üentralafrika gemacht zu haben. Auf diese Angaben und das Bild,‘ welches er sich von der Gestaltung Afrikas entworfen hatte, baute er so fest, dass er sich selbst durch die Reisen von Krapf, Speke, Livingstone, von der Decken nicht überzeugen liess, sondern fortfuhr, das Vorhandensein der Schneeberge Kilima-Ndjaro und Kenia sowie verschiedener Seeen an Stelle des von ihm vermuteten grossen Binnenmeeres zu leugnen. Eine solche Hartnäckigkeit hatte zur Folge, dass er immer mehr vereinsamte und schliesslich ganz in Vergessenheit g>- riet. Ausser zahlreichen Beiträgen zur afrikanischen Entdeckungsgeschichte, welche im Journal der Londoner Geoer. Gesellschaft erschienen, schrieb er die hauptsächlich kritischen Schriften: „Negroland of the Arabs“ (1841), „Inner-Africa laid open (1852); „Memoir of the Lake Region“ (1864) u. a. Er starb hochbetagt am 1. April 183) („Petermanns Mitth.“ 1884, 3. Heft).