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ErdkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Fayal, 1) (nach der von den Portugiesen bei Entdeckung der Insel zahlreich vorgefundenen Myrica faya, welche sie für eine Buche [portug. faya] ansprachen, benannt), Insel des Archipels der Azoren (s. d.), von der Insel o Pie durch einen nur 6 km breiten Kanal geschieden; hoch, bergig und gleich den übrigen Inseln des Archipels vulkanischer Natur. Ihre grösste Länge beträgt 14 km; ihr Gesamtflächenraum 180 qkm. Erzeugnisse sind: Weizen, Mais und etwas Wein. Bevölkerung 20—24000 Seelen; Hauptort ist: Horta („Garten“) an der Ostküste mit einem der besten .Azoren-Häfen (38% 31° 45” n. Br., 30% 58° 48” westl. L.); der nächstbedeutende: Flamengos mit 2800 Einw.; ausser ihnen befinden sich neun Dörfer auf der Insel. F. hat eine beträchtliche Viehzucht (7000 Rinder, 24000 Hammel, 1700 Ziegen, 4500 Schweine). Auch der Ackerbau und der Gemüsebau sind bedeutend (13000 hl Getreide, 48000 hl Mais, 323000 süsse Bataten, 700000 kg Kartoffeln), nicht minder auch die Obstzucht (19 Millionen Orangen). 2) Flecken auf der nordöstl. Küste der portugies. Insel Madeira, im Bezirk Santa-Anna; 2150 Einw.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 410Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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