Gallieni, ein französischer Marine-Infanterie-Offizier, welcher zunächst 1879 in Gemeinschaft mit Leutn. Valliere im Auftrage des Gouverneurs des Senegal, Briere de l’Isle, eine vorbereitende Expedition unternahm, um den Weg von Medine, dem entferntesten Garnisonsort der Franzosen, nach Bafulabe (am Zusammenfluss der beiden Quellärme des Senegal, Bafing und Bakhoy) aufzunehmen, eine passende Stelle für ein Fort daselbst aufzusuchen und in Verhandlungen mit den Malinkes zu treten. Diese mitten in der Regenzeit ausgeführte Expedition gelang trotz Überschwemmungen und Fieber vortrefflich, G. verschaffte sich die Erlaubnis zum Bau einer befestigten Garnison zu Bafulabe und brachte Vertreter der Häuptlinge von Bambuk, Bakhoy, Fuladugu, vom Kita-Lande und sogar der angeseheneren Kaufleute in Bammako nach Saint-Louis zurück. Es wurde ihm hierauf vom franz. Marine-Ministerium die Leitung einer Expedition nach Segu am Niger übertragen, um das Projekt der Niger-Senegalbahn mit diesem Lande zu fördern. Er brach in Begleitung von 2 Offizieren, Piötri und Valliere, 2 Ärzten, Bayol und Tautain, nebst 25 Soladten und 72 Dienern am 30. Januar 1880 auf und führte reiche Geschenke für den König Ahmadu von Segu mit sich. Über. Bakel und Medine ging er am Senegal hinauf nach Bafulabe, bis wohin das französische Gebiet am Senegal reicht. In Kita traf er Anstalten zum Bau eines Forts. Dann wandte er sich westwärts in die Landschaft Beledugu, wo sich ihm die Bambarra, welche a Ahmadu im Krieg jagen, femdlich gegenüber stellten. Am IE abere] eine Schar von beinahe 8000 Mann der Bambarra bei Dio, ca. 45 km von Bamaku am Niger, die Expedition. G. verlor 15 Tote und 16 Verwundete, sowie die ganze Ausrüstung im Werte von 150 000 Francs. Mit dem Reste der Soldaten und Diener flüchtete G. nach Bamaku, fand aber hier gleichfalls unfreundliche Na Weiter aufwärts am. Niger, ‘bei Nafadi&, trennte sich die Expedition: G. mit den Offizieren setzte auf das rechte Ufer über und erreichte auch glücklich Segu Sikoro, wo er längere Zeit als Gast des Königs Ahmadu weilte. Er schloss mit demselben einen sehr günstigen Hande!svertrag ab und kehrte Sion Dita und Bakel nach BNaint-Louis zurück. Bayol dagegen, welcher mit sechs Beoleitern den Rückweo antrat, schlug sich fast ohne Mittel durch das schöne parkartige und goldreiche Mandingo-Land und erreichte schon am 30. Mai wieder die Endstation der Franzosen am Denegal, Bafulabe (vgl. Bayol). [s. 8. 472- 72.