Arif Hikmet Bei, türk. Staatsmann, geb. 1786, trat nach vollendeten Studien in das Korps der Ulemas. Der Umstand, daß der damalige Mufti der Ulemas, 3 und in den letzten Regierungsjahren Mahmuds und in den ersten Abd-ul-Medschids der Schwächung der Priestergewalt zugestimmt, hatte in der mohammed. Bevölkerung eine Reaktion hervorgebracht, welcher 1846, nach Mekkizadehs Tode, der als strenggläubig bekannte A. die Ernennung zum Mufti verdankte. Im Gegensatze den europäisierenden Tendenzen der Pforte, glaubte A. in einer Wiederbelebung des Alttürkentums das Heil der osman. Zukunft 1 finden. Es zeigte sich indes bald, daß der neue Mufti nicht durchzudringen vermochte, indem es ihm nicht einmal in dem ihm direkt unterstehenden Ministerium gelang, der wuchernden Korruption des Beamtentums zu steuern, sodaß er 1854, als durch die en l.⸗franz. Bundesgenossenschaft im Kriege gegen Rußland die reformatorischen Tendenzen der Pforte wieder die Oberhand gewannen, abgesetzt wurde. Seitdem lebte A. als Privatmann in Konstantinopel in adte Achtung. Seine auf 12000 Manuskripte geschätzte Bibliothek hat er dem Heiligtum von Mekka vermacht. uel gehülte ist der Name eines in mythisches Dunkel gehüllten Volks im äußersten Nordosten der Alten Welt. Nach Herodot waren sie einäugig, was auch der Name A. im Seythischen besagen und lebten in stetem Kampfe mit den goldhütenden Greifen, denen sie das Gold zu rauben suchten. Manche glauben, daß dieser Erzählung die Kunde von goldgrabenden Völkern in Asien, am Ural oder Altai, zum Grunde liegt.