Gharbieh (Gharbiyeh, am häufigsten Garbieh geschrieben), Provinz Unterägyptens, zwischen den beiden Hauptarmen des Nils, im Delta dieses Flusses gelegen; im Norden vom Mittelmeer begrenzt, im Osten durch den Damietta-Nil von der Provinz Dakahlieh, im Westen durch den Rosetta-Nil von der Provinz Bahireh geschieden, im Süden von der Provinz Menufieh begrenzt. Ihr Umfang beträgt 8639 km; ihre Bevölkerung bezifferte sich 1872 auf 629763 Einwohner in 36 Städten und 485 Dörfern (eingeteilt in 10 Distrikte). — G. ist diejenige Provinz Ägyptens, in welcher die Baumwollenkultur am blühendsten entwickelt ist; der Ackerbau steht in nicht minder hoher Entfaltung (Getreide, Reis, Mais, Lupinen etc; auch Gemüse-, Obst-, Tabak-, Hanf-und Leinkulturen); desgleichen besitzt G. eine bedeutende Viehzucht (Rinder, Pferde, Kamele, Maultiere, Schafeund Ziegen). Zahlreiche Kanäle durchzielien @., desgleichen mehrere Bahnlinien ; Kairo-Alexandrien im Südwesten; ferner: Tanta — Samannüd (die bis Damiette geht); Tanta — Schibin-el-Köm, Mahallet-Röh — Dessük, Mahallet-Röh — Sifta und Gallin — Kafr-ech-Scheikh.