Koma, ein. nigritisches, südwestlich von den Berta (s. d.) hausendes Bergvolk. Der holländische Reisende Schuwer besuchte jüngst. ihr Gebiet (Komaland) und schildert dasselbe als ein wahres irdisches Paradies, gesund und von üppiger Fruchtharkeit. „Die Koma-Männer gehen gänzlich nackt. “Diejenigen, welche über ein Stück Dammur verfügen, tragen dies wie ein Halstuch. Die K.-Jäger schmücken sich den Kopf mit Streifen borstigen Eberfelles. Als Putz dienen sonst kupferne Ohrringe (bis zu acht auf jeder Seite) und Halsbänder von Ziegen-, Schaf-, Hunde-, wie auch selbst von Menschenzähnen. Die Weiber verhüllen ihre . Schamteile mit einem Stückchen Dammur, oder, wenn sie verheiratet sind, mit einer 300 mm langen, 200— 40V mm breiten Schürze, die aus Tausenden kleinerer sorgfältig abgedrückter und aneinander gereihter Stückchen Strausseischalen besteht.“ — Die K. treiben Ackerbau. Haustiere sind: Ziegen, Hunde und Schafe, auch Perlhühner. Haupterzeugnis des Landes ist Honig von wilden Bienen. Galla und Watawit kommen als Tauschhändler (Salz, Dammur, Glasperlen und Eisen gegen Honig und Baumwolle) . hierher. Hauptdorf der K. ist Bosch. — 2) Bei den Negervölkern Ostafrika's (Wanika, Wangaro etc.) sowohl die Geister der Verstorbenen, welche nach dem eigentümlichen Glauben an Seelenwanderung, der unter diesen Völkerschaften verbreitet ist, zu Geistern noch nicht geborener Kinder werden — wie auch unsichtbare, im Blitz und Donner u.s. w. weilende Wesen, welche Opfer annehmen, und endlich die Wasser- und Baumgeister, namentlich diejenigen der Kokospalmen, welche in hoher Verehrung stehen und deren Vernichtung als ein schweres Verbrechen betrachtet wird.