Kredi (Kerdi, Kirdi oder Kreki) werden die im Dar-Fertit wolinenden Negerstäimme häufig verächtlicherweise von der muselmännischen Be # völkerung dieser Gegend genannt, Nach Schweinfurth sind diese Stimme in dem gesamten Gebiete des oberen Bachr-el-Arab verstreut, hauptsäch lich im Westen der Bongos - Neger. Sie gehören zu den hässlichsten alle Negervölker und sind den ihnen benachbarten Negern bedeutend unterlegen. Sie sind gleich den Bongos kupferfarbig, aber die Schmutzdecke, welche auf ihrer Haut lagert, macht sie mindestens dreimal dunkler als sie es in Wirklichkeit sind. Im Norden grenzen die Kredi an das Land der Baggara-el-Homr. Drei und eine halbe Tagereise nordwestlich vom Dem de Siber wohnen die Mangas, welche eine von den K. verschiedene Rasse bilden sollen und sich nach Westen zu fünf bis sechs Tagereisen vom Dem Gudju’ ausdehnen; weiterhin an den Ufern des obern Bachrel-Arab die Bendas, deren Gebiet lange Zeit hindurch das fernste Ziel der darforischen Sklavenjagden bildete (von diesen deshalb Dar-Benda genannt); weiterhin kommen die Abu-Dinga, die weder zu den K., noch zu den Niam-Niam in Verwandtschaft stehen. Die wichtigsten K.-Stämme des westlichen Teils sind die Adya, Baja und Mere. Im Südwesten berühren die K. den Wüstenstreifen, welcher die Grenze vom Lande des mächtigen Niam-Niam-Fürsten Mofio bildet. Im Süden wohnen Golos und Schre’s. Auf Schweinfurth, welcher 1869 in diesen Gegenden reiste („Im Herzen von Afrika“ 1875) folgte 1877 der griechische Arzt Potagos („Voyage a louest du Haut-Nil*; 1880).